Der Wacholder - Baum des Jahres 2002
»Sonnenanbeter und Verwandlungskünstler«
Wussten Sie, welches Nadelgehölz auf der Erde am weitesten
verbreitet und trotzdem bei uns selten ist? Nein? Das ist der
Gemeine Wacholder, Juniperus communis L. - der Baum des
Jahres 2002. Und wenn Sie ein Gehölz suchen, bei dem man
nicht sicher sein kann, ob es ein Strauch oder ein Baum ist,
dann sollten Sie sich den Wacholder einmal genauer ansehen.
Er ist extrem vielgestaltig, mal Baum, mal Strauch - er kann
säulenförmigen, auseinanderstrebenden oder flachen Wuchs
annehmen und in Extremsituationen gar zum niederliegenden
Gehölz werden. Aufrechte, säulenförmige Wuchsformen haben
ihm auch den Namen 'Zypresse des Nordens' eingebracht.
Baumförmige Exemplare haben einen astfreien unteren Stamm-
abschnitt und kommen fast nur in Wäldern vor.
Obwohl ein Nadelgehölz, entwickelt er keine verholzten Zapfen,
sondern nennen wir sie ruhig noch ein letztes Mal 'Beeren', bevor
dazu auf den folgenden Seiten einiges botanisch richtig gestellt
werden muss. Wacholderbeeren sind bekannt als Gewürz in der
Küche.

Jahreszeiten? Gibt's beim
Wacholder nicht. Oder sie sind
Obwohl er so weit und vom
Flachland bis ins Hochgebirge
verbreitet ist, hat er unter
natürlichen Verhältnissen auf-
grund seines sehr hohen Licht-
bedarfes nur im Offenland
Aussicht, länger zu überleben.
Dies ist vor allem auf ärmeren
Standorten des Tieflandes in beweideten Heidegebieten der Fall, wo er landschaftsprägendes
Element wird und andere Gehölze vor Verbiss schützt. So wird er auch als Zierde der Heiden
bezeichnet.
Der Wacholder steht in Deutschland auf der roten Liste und in einigen europäischen Staaten unter Naturschutz!
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